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Paket mit Volumen von 385 300 Euro – Notwendiges Liquiditätsdarlehen soll Ende 2022 getilgt sein

Öffentlicher Anzeiger vom 29.11.2019; Reinhard Koch

Die kräftigen Investitionen der jüngeren Vergangenheit, etwa der Um- und Anbau der Gemeindehalle am Felsen, Dorferneuerungsmaßnahmen, das
Baugebiet Heiterschlag und die Sanierungsmaßnahmen im gemeindeeigenen Freibad, haben die Winterbacher Rücklagen nicht nur
aufgezehrt. Es hat sich auch eine Verschuldung ergeben in Form eines
Liquiditätsdarlehens bei der VG-Kasse in Rüdesheim. Mit Beginn
des Haushaltsjahrs 2019 bezifferte sich dieses Darlehen auf
34 000 Euro. Planmäßig können 3700 Euro in diesem Jahr getilgt
werden. Aber als Folge der Vorfinanzierung von Landeszuschüssen und
Erschließungsbeiträgen wird sich das Liquiditätsdarlehen auf 107 600
Euro erhöhen. Kämmerer Bernd Jung prognostizierte in der jüngsten
Ratssitzung, dass dieses Darlehen bis Ende des Finanzplanungszeitraums,
also Ende 2022, aber gänzlich getilgt sein wird. Dann sei die Gemeinde wieder schuldenfrei. In diesem Jahr waren kleinere Investitionen veranschlagt, die auch weitestgehend erledigt sind. Die neue Pumpenanlage im Freibad etwa kostete 25 000 Euro, aber 10 400 Euro flossen als Zuschuss in die Gemeindekasse zurück. Rat verabschiedet Doppelhaushalt
Für 2020 schnürten Ortsbürgermeister Werner Rebenich und sein
Gemeinderat ein Investitionspaket mit dem Volumen von 385 300 Euro.
Allein 175 000 Euro sind für die Einrichtung des Dorfladens eingestellt.
Aber da werden eine Zuweisung aus dem Leader-Programm in Höhe von 126 500 Euro erwartet sowie die Anteile der beteiligten Nachbargemeinden in einer Größenordnung von 30 600 Euro. 100 000 Euro sind kalkuliert für
Renaturierungsmaßnahmen am Bachlauf des ehemaligen Anwesens
Soonwaldstraße 14. Über die „Aktion Blau“ werden 90 Prozent der Investitionen wieder in die Gemeindekasse zurückfließen. Für die
Gestaltung dieser Fläche stehen weitere 65 000 Euro zur Verfügung.
Über die Dorferneuerung ist ein Zuschuss in Höhe von 22 500 Euro zugesagt. Die dringend notwendige neue Filteranlage für das Freibad ist mit 15 000 Euro kalkuliert. Zur abschließenden Finanzierung der Investitionen ist die Aufnahme eines Liquiditätsdarlehens in Höhe von 100 250 Euro unabdingbar. Das Votum des Gemeinderats zum Doppelhaushalt fiel einstimmig aus. Dorferneuerungsplaner Hans- Jürgen Wolf berichtete, die formalen Erfordernisse zur Gestaltung der Fläche Soonwaldstraße 14 seien
ausnahmslos erledigt. Da nun auch die wasserrechtliche Genehmigung
vorliege, werde die Maßnahme, es ist eine Gemeinschaftsaufgabe
der Ortsgemeinde und der Wasserwirtschaft, umgehend ausgeschrieben.
Im Frühjahr nächsten Jahres könnten die Arbeiten dann beginnen. Für den Ersten Beigeordneten Friedhelm Kunz ist die Fläche ein neuralgischer Punkt im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz. „Das muss funktionieren, sonst haben wir viel Geld in den Sand gesetzt“, sagte er. Er meinte die Brücke über den Bachlauf, die hoch genug sein müsse, damit es zu keinen Rückstaus komme. Hochwasserschutz zentral Auch Werner Rebenich betonte, die Fläche müsse so angelegt werden, dass die Gartenstraße hochwasserfrei bleibe. Planer Hans-Jürgen Wolf teilte mit, dass die Bachmauer abgerissen und die Fläche zum Bachlauf hinausgemuldet wird. Rebenich sprach von einer intelligenten Lösung, bei der auch viel mit Wasserbausteinen gearbeitet werde. Der Mauerrest des früheren Gebäudes wird nun doch abgerissen. Er spielt im Gegensatz zu früheren Vorstellungen in der nun vorliegenden Planung als gestalterisches
Element keine Rolle mehr.

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